Berlin erlebt seit seiner Gründung im 13. Jahrhundert eine wechselvolle Geschichte. Kaum eine andere Metropole war so oft grundlegenden Veränderungen unterworfen und hat sein Gesicht so häufig verändert. Während die Bedeutung Berlins stetig stieg, gab es einen Wechsel glanzvoller Epochen und dunkler Zeiten. Doch die Stadt hat es geschafft, von einer geteilten Stadt zu einem pulsierenden Zentrum Europas zu werden. Am frühen Abend des 9. November 1989 machte der in der DDR für Medien zuständige ZK-Sekretär Günter Schabowski am Ende einer live im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz um 18:57 Uhr zunächst eher beiläufig unklare Angaben über eine neue Reiseregelung für DDR-Bürger. Die Regelung war ursprünglich als Richtlinie für die ständige Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland (ohne Recht auf Rückkehr) gedacht. Sie sollte den anhaltenden Ausreisestrom über die CSSR stoppen. Unter dem Druck der Ereignisse, vor allem der Demonstrationen in Leipzig und Berlin, wurde die Ausreiseregelung jedoch – aufgrund von Abstimmungsfehlern und Informationsdefiziten – vorzeitig als neue Besuchsregelung (mit Recht auf Rückkehr) bekannt gegeben. Auf Nachfragen von Journalisten erklärte Schabowski, dass Privatreisen ins Ausland "ohne Vorliegen von Voraussetzungen, Reiseanlässen und Verwandtschaftsverhältnissen" beantragt werden könnten. Genehmigungen würden kurzfristig erteilt. Auf wiederholtes Fragen bestätigte er, dass diese Regelung nach seiner Kenntnis ab sofort gelten würde. Nachdem die ARD-Tagesschau um 20.00 Uhr die Schabowski-Äußerung als wichtigste Meldung gesendet hatte, versammelten sich vor den Übergangsstellen nach West-Berlin mehr und mehr Ost-Berliner, die von dem neuen Recht sofort Gebrauch machen wollten. Da die Grenztruppen auf Grund der vorzeitigen Bekanntgabe nicht informiert worden waren, war die Lage zunächst völlig unübersichtlich. Um den Druck der Massen zu mindern, ließen die Posten am Grenzübergang Bornholmer Straße um 21:20 Uhr die ersten DDR-Bürger nach West-Berlin ausreisen. Allerdings ließ der Leiter der Passkontrolleinheiten ihre Pässe ungültig stempeln und bürgerte die ahnungslosen Inhaber damit aus. Berlin macht süchtig“, sagen viele, die es ausprobiert haben. Die Stadt bietet für ihre Bewohner und Gäste nahezu unerschöpfliche Betätigungsmöglichkeiten – von der Vielzahl täglicher Angebote bis zu Großereignissen wie dem Christopher-Street-Day und dem Karneval der Kulturen. Wiederkehrende sportliche Höhepunkte sind das ISTAF oder der Berlin-Marathon an dem jährlich Zehntausende Läuferinnen und Läufer teilnehmen. Wer Berlin erkunden möchte, kann dies mit einer klassischen Sightseeing-Tour im Berliner Doppeldecker-Bus mit offenem Oberdeck tun oder in kleinen Bussen oder im Taxi. Auch andere Fortbewegungsmittel stehen zur Verfügung. Die S-Bahn Berlin GmbH bietet besondere Rundfahrten in einer Panorama-Bahn mit Glasdach an sowie Fahrten in historischen S-Bahn-Zügen. An zentralen Punkten stehen Velo-Taxis bereit, die ihre Kunden ähnlich wie in einer Rikscha durch Berlin radeln. Zahlreiche Schiffstouren auf den 197 Kilometer langen Wasserstraßen werden angeboten. Es gibt Führungen mit Fahrrädern, Mofas, zu Fuß – und vermutlich fällt bald jemandem noch etwas Neues ein. Man kann Berlin aber auch unter unterschiedlichen thematischen Aspekten kennenlernen: Historische Orte, das „jüdische“ Berlin, der Mauerverlauf, die Architektur, Wohn- und Wirkorte von Prominenten und vieles andere mehr.
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